Zinsbindung läuft aus (Prolongation)

Zwei Wochen bis sechs Monate bevor Ihre Zinsbindung ausläuft, erhalten Sie normalerweise durch Ihre Hausbank ein neues Zinsbindungsangebot.

Üblicherweise beinhaltet dies zwei bis drei Vorschläge von unterschiedlichen Zinsbindungszeiten.

Warum sollten Sie in diesem Fall ebenso die Dienste eines freien Baufinanzierungsberaters in Anspruch nehmen?

Leider haben wir in der Vergangenheit regelmäßig die Erfahrung gemacht, dass bei einem automatischen Zinsverlängerungsangebot (Prolongationsangebot) Zinsen angeboten wurden, die deutlich schlechter waren, als die Zinsen, die der gleiche Kunde bekommen hätte, wenn er einen Neudarlehensantrag zum gleichen Zeitpunkt mit dieser Bank gemacht hätte. Dies liegt zum einen daran, dass sich viele Bankkunden nicht die Mühe machen beziehungsweise die Möglichkeit haben, die angebotenen Zinsen zu vergleichen. Besonders, wenn die neuen Zinsen deutlich unter den bisherigen Zinsen liegen.

Hier haben wir aufgrund unserer Marktkenntnisse die Möglichkeit, zu ermitteln, welchen Zinssatz bei Neufinanzierungen die Bank vergeben würde. Entsprechend treten wir mit Ihrer Bank in Verhandlungen. Häufig sollte das Prolongationsangebot auch von der Festschreibungszeit bzw. vom Tilgungssatz an die aktuellen Gegebenheiten des Kreditnehmers angepasst werden. Wir besprechen Ihre Wünsche, zeigen die Möglichkeiten auf und entscheiden gemeinsam, welcher der beste Weg für die Zukunft ist. Häufig ist an dieser Stelle auch ein Bankwechsel sinnvoll, der nochmals viele tausend Euro einsparen kann.

In der aktuellen extremen Niedrigzinsphase ist es auch regelmäßig sinnvoll, bestehende in die Baufinanzierung eingebrachte Bausparverträge umzustellen oder aufzulösen, da die Bauspardarlehenszinsen höher sind als das aktuelle Zinsniveau.

Wir sind regelmäßig erstaunt, dass Kunden nicht bereit sind, zur Optimierung ihrer Prolongation zwei Stunden Arbeitszeit bei uns zu investieren, wenn dem 4-stellige Summen – bei ihrer eigenen Bank – gegenüberstehen.

Beispiel:

Ein Kunde hat vor 10 Jahren ein Kredit von 140.000 € zu 5,15% Zinsen aufgenommen. Nun hat er ein Prolongationsangebot von seiner Bank erhalten, wonach er für seinen Restkredit von ca. 120.000 € für 10 Jahre 2,95% Zinsen statt der bisher 5,15% bezahlen soll. Die Rate von 715 € ist gleich geblieben, daher hat sich die ursprüngliche Gesamtlaufzeit von 35 Jahre auf 28 Jahre verkürzt und die noch zu zahlende Zinssumme beträgt 36.100 €.

Er kam zur Überprüfung zu uns. Wir machten ihm das Angebot, für eine Pauschale von 300 € aktiv zu werden. Die 300 € muss er nur bezahlen, wenn wir einen Vorteil von mindestens 1000 € für ihn herausholen können.

Wir führten ein Telefonat mit seiner Bank, das jedoch nur eine Angebotsverbesserung von 0,1% mit sich brachte.

Unsere Zinsrecherchen ergaben, dass für einen Zins von 2,4% die Finanzierung bei einer anderen Bank machbar wäre. Mit diesem Angebot sind wir erneut auf die Hausbank des Kunden zugegangen, da der Kunde eigentlich keinen Bankwechsel wollte.

Das Angebot und der Auftrag des Kunden zur Umschuldung hat seine Hausbank dazu bewegt, den Zins auf 2,5% zu senken. Dieses Angebot wurde angenommen.

Durch diese Zinsreduzierung hätte sich die Gesamtzinslast bei gleicher Rate um 7.400 € (auf 28.700 €) reduziert.

Durch den Kundenwunsch in 10 Jahren fertig sein zu wollen, wurde die Tilgung um 400 € erhöhrt. Dadurch reduzierten sich die Gesamtzinskosten nochmals um 12.200 € (auf 16.500 €).